beton di s spaun

Beton im Fokus: Stadtgespräch zur Immobilienentwicklung

18.02.2020

Wenn die Informations- und Networking-Plattform „Club Cuvée“ zum „vie:real“ einlädt, kann sie sich auf illustre Gäste verlassen: Am 30. Jänner 2020 wurde in den Räumen der Wiener Privatbank der schon traditionelle Neujahrsempfang abgehalten. Das Geldinstitut ist auch im Immobiliensektor höchst kenntnisreich aktiv – und weiß, auf wen es beim Wohnbau ankommt. Etwa auf DI Sebastian Spaun, den Geschäftsführer der Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie. Aus gutem Grund: Wer heute zukunftsorientiert bauen möchte, kommt am Baustoff Beton nicht vorbei.

Sie heißen „vie:real“ – und sind in Wien inzwischen Tradition: Mit diesem Begriff wird eine Gesprächsreihe bezeichnet, bei der es um den Austausch rund um das Thema der Wohnsituation und der Immobilienentwicklung in Wien geht. Als Kommunikationsplattform rund um Bauen, Wohnen, Leben und Arbeiten in urbanen Ballungsräumen verweist „vie:real“ darauf, dass sich die Probleme der Zukunft nicht von allein lösen. Es ist also angezeigt, gemeinsam Lösungen zu entwickeln.

beton bildviereal

Hochkarätige Podiumsdiskussion

Eingeladen hatten zwei Vorstände der Wiener Privatbank: Christoph Raninger und Eduard Berger. Am 30. Jänner 2020 fanden die Stadtgespräche bereits zum siebten Male statt. Im Mittelpunkt diesmal: die Immobilienentwicklung. Diskutiert wurden die Themen Investieren, Finanzieren und Wertsteigern von Immobilien. Das Teilnehmerfeld war in der Tat hochkarätig. So waren nicht nur der Finanz- und Wirtschaftsrat Peter Hanke und der Habau-CEO Hubert Wetschnig dabei, auf dem Podium nahm auch Sebastian Spaun von der VÖZ Platz.

DI Spaun verwies darauf, dass Österreichs Zementindustrie Weltmeister bei der Reduktion von Emissionen ist, nicht zuletzt deswegen weil fossile Energieträger konsequent durch alternative Brennstoffe ersetzt werden. Die heimische Zement- und Betonwirtschaft setzt aber auch viele weitere Initiativen für den Klimaschutz, z.B. mit Innovationen wie der Bauteilaktivierung und dem „Energiespeicher Beton“.

DI Sebastian Spaun (rechts) mit Reinhard Böcskör (Betonmarketing Österreich)
DI Sebastian Spaun (rechts) mit Reinhard Böcskör (Betonmarketing Österreich)

Stichwort: Betongold

Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Ralph Vallon, der sich mit den Gästen gemeinsam den modernen Herausforderungen des Projektmanagements näherte. Vor allem ein Begriff machte schnell die Runde: Betongold. Wie sich Immobilien in Krisenzeiten verhalten, welche Rolle sie spielen, das verdeutlicht dieser Begriff.

Da in Krisenzeiten schon immer der Goldpreis nach oben schnellte, lässt sich am Immobilienpreis in aller Regel erkennen, ob sich eine Gesellschaft in einer Krise befindet oder nicht: Damit wird dem Baustoff Beton eine ähnliche krisensichere Wertstabilität verliehen wie dem Edelmetall Gold.

Dass der Baustoff tatsächlich bei der Zukunftsplanung eine enorme Rolle spielt, wurde während der Diskussion mehrmals deutlich. Zum einen ist momentan eine erstaunlich hohe Auslastung im Baugewerbe zu beobachten, was wiederum Auswirkungen auf Preise und Kapazitäten hat. Zum anderen kommt der Baubranche in der Energiewende eine enorme Bedeutung zu: Gerade die Zementindustrie ist da auf dem richtigen Weg. Denn sie verfolgt das Ziel, dass bis 2040 intelligent und CO2-neutral mit Beton gebaut werden kann.

Sonderstellung für „Mieter-Hochburg“ Wien

KommR Michael Pisecky, der als Immobilien-Fachgruppenobmann der Wirtschaftskammer Österreichs auch dem Fachverband der Immobilien- und Vermögenstreuhänder angehört, wies auf eine ganz besondere Tatsache hin: Auch heute noch leben achtzig Prozent der Wiener zur Miete. Das ist im Vergleich zu anderen europäischen Großstädten ein nahezu unglaublicher Wert. Damit ist auch klar, dass der Anteil an Eigentumswohnungen in der österreichischen Hauptstadt nicht sehr große ist.

Von links nach rechts: DI Sebastian Spaun (VÖZ), DI Hubert Wetschnig (Habau), Dr. Ralph Vallon (Club Cuvée), Dr. Georg Aichelburg-Rumerskirch (Wiener Privatbank), KR Michael Pisecky (Wirtschaftskammer Wien)

Bei der „vie:real“-Diskussion wurden viele Unternehmer, Rechtsanwälte, Geschäftsführer und andere Menschen gesehen, die aktiv das Wirtschaftsleben der Stadt mitgestalten. Das zeigt, wie sehr die Themen unserer Zeit die Wienerinnen und Wiener beschäftigen – und wie sehr Österreich im Wandel ist.

Aber wie DI Sebastian Spaun deutlich gemacht hat: Auf die Baubranche und die zement- und betonproduzierenden Unternehmen, die fest in den Regionen Österreichs verwurzelt sind, wird auch in Zukunft Verlass sein.

Fotos: © Katharina Schiffl