Betonhäuser aus dem 3D-Drucker

3D-Drucker können inzwischen zahlreiche, höchst unterschiedliche Dinge herstellen. Und seit einigen Jahren wird diese Technologie auch zum Bau von Häusern aus Beton getestet.

Vorreiter beim 3-D-Druck sind die USA, England und China. In China kann inzwischen eine ganze Betonvilla, gefertigt aus Modulen von einem 3D-Drucker, besichtigt werden. Wie sieht es hierzulande damit aus?

Zunächst auf die Herstellung von Prototypen oder Modellen und Werkstücken mit geringer Stückzahl beschränkt, weitet sich die 3-D-Drucktechnik immer stärker aus. Der chinesische Hersteller Winsun Decoration Design Engineering realisiert mittlerweile sogar ganze Betonhäuser, die mittels dieser Technik entstehen.

Über 12 Jahre dauerte die Entwicklung und verschlang enorme Kosten, dafür ist das Endprodukt in Form von vielen Einzelteilen innerhalb weniger Stunden produziert und realtiv schnell zusammenmontiert.

Forschung und Entwicklung in Österreich

Auch in Österreich kümmert man sich seit Anfang 2015 um dieses Thema auf wissenschaftlicher Ebene. Angeregt vom Austrian Cooperative Research (ACR) und gefördert vom BMWFW beschäftigt sich das Bautechnischen Institut in Linz (BTI) mit den Eigenschaften und Möglichkeiten von 3D-Druckern im Allgemeinen und die Eignung zum Bau von ganzen Häusern im Speziellen. Die große Herausforderung lag bei den Forschungsarbeiten vor allem in der Entwicklung von einer passenden Betonzusammensetzung und einer verlässlichen Maschinenabstimmung.

Um eine gewünschte Qualität realisieren zu können, müssen alle Faktoren perfekt aufeinander abgestimmt sein. Die gewünschte Optik von Oberflächen konnte jedoch noch nicht realisiert werden. Auch Langzeittests und Prüfungen wurden bislang kaum durchgeführt. Bis zur Marktreife wird es also noch ein paar Jahre dauern.

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