HEIZEN & KÜHLEN MIT BETON
Die thermische Bauteilaktivierung sorgt das ganze Jahr über für eine behagliche Atmosphäre in Innenräumen.

Heizen & Kühlen mit Beton

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Die Thermische Bauteilaktivierung ist eine noch relativ junge Technik, mit der das ganze Jahr über eine behagliche Atmosphäre in Innenräumen geschaffen werden kann.

Diese Methode gilt als besonders innovative und wirtschaftliche Methode, um Gebäude zu kühlen und zu heizen.

Bereits seit einigen Jahren wird die Bauteilaktivierung häufig in der modernen Architektur eingesetzt – vor allem in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Krankenhäusern, Museen oder Verwaltungsgebäuden.

In letzter Zeit aber ist ein deutlicher Trend feststellbar: Immer mehr private Häuslbauer nutzen die Technik!

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Kompakte Antworten auf Ihre Fragen!

Die Bauteilaktivierung nutzt die enorme Speicherfähigkeit von Beton – und somit Gebäudemassen zur Temperaturregulierung. Schon durch seine Beschaffenheit wirkt Beton thermisch ausgleichend und federt auch ohne Bauteilaktivierung die üblichen Temperaturschwankungen stark ab. Bei der Bauteilaktivierung werden Wände, Decken mit einem Rohrsystem versehen. Tragende Teile, die statisch notwendig sind, werden so genutzt:

Darin zirkuliert nämlich in aller Regel ganz einfach Wasser.

Beton nimmt – auch im ganz normalen Haus – Raumenergie auf und gibt sie über seine gesamte Fläche als Wärme an den Raum ab. Bei der Bauteilaktivierung benötigt das zirkulierende Wasser selbst an strengen Wintertagen keine wirklich hohe Temperatur:

Schon bei üblichen Badetemperaturen heizt das Wasser die Betonflächen so auf, dass die Raumtemperatur angenehm wird.

Der Energieeinsatz beträgt also nur einen Bruchteil herkömmlicher Heizmethoden.

Das große Plus bei der innovativen Methode:
Im Gegensatz zu üblichen Heizkörpern, die an einer Stelle des Raumes vor sich hin glühen, sind die tragenden Teile durchgängig warm. Es entstehen also keine Luftwirbel und keine Kälteinseln im Haus. Dazu kommt, dass man praktisch gar nicht regulieren muss, denn das System reagiert „intelligent“ auf den Beton: Sobald Wände, Decken oder Fußboden ausreichend warm sind, nimmt das zirkulierende Wasser die Wärme wieder auf.
Sind die Betonflächen wieder etwas abgekühlt, reagiert das System und gibt seine Wärme an den Beton ab.
Die Folge ist, dass die Raumtemperatur so konstant bleibt, wie es frühere Generationen nie kannten.

In den meisten Neubauten, in denen die Technik von Anfang an eingeplant ist, braucht es überhaupt keine Heizkörper mehr. Manchmal wird das System auch zur Ergänzung bestehender Heizsysteme genutzt, um diese effizienter zu gestalten und die Raumatmosphäre nachhaltig zu verbessern. Dann dient die Thermische Bauteilaktivierung „einfach nur“ dem Energiesparen und der Verbesserung der Lebensqualität im Haus.

Das funktioniert genau wie das Heizen – nur eben umgekehrt. Im Sommer wird statt warme Wasser kaltes durch die Rohre geleitet. Der Effekt liegt auf der Hand: Die Betonflächen werden kühl und geben diese Kühle an den Raum ab. Das macht das Leben in Haus und Wohnung gerade im Hochsommer wesentlich angenehmer – und erspart sogar Klimaanlagen! Dazu kommt ein weiterer Vorteil: Da Heizen und Kühlen über ein einziges System funktioniert, das zum größten Teil auch noch in Wänden oder Decken (oder in anderen Betonteilen) „versteckt“ ist, wird auch die Haustechnik auf ein Minimum reduziert. Das betrifft natürlich ebenso die Wartungskosten, die so gut wie komplett wegfallen.

Da gibt es keinerlei Einschränkungen.
Alle Heizmethoden werden unterstützt, auch klassische Öl- oder Gasheizungen. Die Palette innovativer Heizmethoden reicht von Solarenergie über Erdwärme bis zu konventionellen Heizmethoden.

Aber gerade bei Neubauten bietet es sich an, moderne Methoden des Heizens zu wählen. Die Vorteile sind immer enorm: Wer mit fossilen Energieträgern heizt, benötigt mit dieser energieeffizienten Methode nur einen Bruchteil der herkömmlichen Menge.

Und wer auf alternative Energie setzt, verbessert seine eigene Ökobilanz auf ganz besondere Weise. In jedem Fall aber gilt: Die Thermische Bauteilaktivierung ist die Heizmethode für den Energiewandel!

Zumeist wird das wasserführende Rohrsystem in Betonfertigteile installiert.

Die professionelle Vorfertigung im Betonwerk ist die günstigste Methode, da dort das Know-how Zeit und Geld spart und zudem durch die Verlegung vorgefertigter Rohrmodule der Bauablauf praktisch überhaupt nicht verzögert wird. Etwas anders sieht es bei der manuellen Verlegung der Rohre auf eine Trägermatte aus.

Aber auch hier gilt: Die Bauprofis in Österreich sind inzwischen mit den Systemen der Thermischen Bauteilaktivierung bestens vertraut und haben effiziente Verfahrensweisen entwickelt. Welche Methode auch zum Einsatz kommt, die Kosten für die Thermische Bauteilaktivierung sind schon in den letzten Jahren gesunken – und amortisieren sich durch die eingesparte Energie überraschend schnell.

Beton - kein anderer Baustoff ist energieeffizienter!

Im Sommer angenehm kühl, im Winter wohlig warm – der Baustoff Beton schafft ohne großen Energieaufwand ein konstantes Raumklima. Durch sein hervorragendes Speichervermögen sammelt er Energie direkt im Haus, speichert sie und gibt sie später in Form von angenehmer Raumwärme wieder ab. Bei großflächigen Betonbauteilen erfolgt bis zu 90 % des Wärmeaustausches durch Strahlungswärme, die restlichen 10 % durch Wärmeströmung der Raumluft. Beton kann dem Raum aber auch überflüssige Wärme entziehen, die dann über Nacht durch Lüftung nach außen abgeleitet wird, und schafft somit ein angenehm kühles Raumklima. Mit Hilfe der Speicherwirkung lassen sich Umweltenergien gut nutzen, auch wenn sie – im Vergleich zum anfallenden Bedarf – im Tagesverlauf antizyklisch zur Verfügung stehen sollten.

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thermische bauteilaktivierung planungsleitfaden

Der aktuelle Planungsleitfaden zur Thermischen Bauteilaktivierung.

Mit dem Planungsleitfaden wird die Thermische Bauteilaktivierung auf einfache und verständliche Weise einem breiten Kreis von Interessenten zugänglich gemacht. Der Inhalt des Planungsleitfadens ist auf die Bedürfnisse von Planern, von Bauausführenden und auf die Wissensvermittlung zur Aus- und Weiterbildung konzipiert.